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Die "Jahrhundert
Planetenkonstellation" vom Frühjahr 2002, die sich in ähnlicher Form erst wieder Mitte 2060 wiederholt bot eine Fülle von
Gelegenheiten, interessante Fotografien zu schiessen.
Während der Monate April, Mai, Juni belichtete ich an die 150 Aufnahmen um zu versuchen, einige interessante Phänomene der
Himmelsmechanik darzustellen. Es war eine lange Zeit, während der jeder schöne Abend ausgenutzt wurde. Nur, leider waren die klaren Nächte rar und so versuchte ich mein Glück auch bei wolkenverhangenem Himmel. Und siehe da: Oftmals gelangen bei starker Bewölkung die schönsten Aufnahmen.
Um die Aufnahmen vergleichen zu können verwendete ich durchwegs ein 50 mm Objektiv mit Blende 2 - 3,5. Da in der Dämmerung die Aufnahmezeiten nicht genau bestimmt werden können machte ich Serienaufnahmen zu genau bestimmten Zeiten (21:45. 22:00, 22:15, 22:30) und mit immer gleichen Belichtungszeiten. Die
Belichtungszeiten bestimmte ich, da die längste einstellbare Belichtungszeit 2 Sekunden ist, mit Sekunden zählen.
Doch nun zu den Resultaten.
Ästhetisch schöne Aufnahmen
Wie gesagt, ästhetisch schöne Aufnahmen gelingen sehr oft bei scheinbar schlechten Wetterverhältnissen. Es gibt doch nichts
langweiligeres als einen schwarzen oder blauen Himmel mit ein paar mickrigen Punkten. Aufnahmen vom 17.5.02, 7.6.02)
Der Einfluss der Dämmerung
Oft ist man sich nicht im klaren, wie rasch und drastisch sich die
Beleuchtungsverhältnisse während der kurzen Zeit der Dämmerung verändern. Es ist äusserst schwierig und zum schönen Teil Zufall, ob man die optimalen
Belichtungszeiten erwischt. Die nachfolgenden Aufnahmen wurden alle mit derselben Belichtungszeit, aber zu unterschiedlichen Zeiten aufgenommen.
Aufnahmen vom 16.5.02.
Die Bewegung der Planeten
Im Verlaufe der zweimonatigen Beobachtungszeit veränderte sich die gegenseitige Lage der Planeten sehr stark. War Jupiter Anfang Mai noch weit links von der Venus zu finden, so konnte er Mitte Juni rechts von der Venus gesehen werden. Die Anfang Mai noch sichtbaren Planeten Mars, Saturn und Merkur waren zu diesem Zeitpunkt schon längst unter dem Horizont untergetaucht. Diese Veränderung wird einerseits durch die
Bewegung der beobachteten Planeten um die Sonne als auch durch die Veränderung unseres
Beobachtungsstandortes im Raum (verursacht durch unsere Bewegung rund um die Sonne) verursacht. Aufnahmen 15.5.02 und 31.5.02.
Zweimal Skorpion?
Am 10. Juni 2002 konnte bei schönem Wetter eine interessante Konstellation beobachtet werden. Während tief am Südhimmel das Sternbild Skorpion zu sehen war, bildeten Venus, Jupiter und die zwei Zwillinge Castor und Pollux eine Skorpion ähnliche Figur knapp über dem nordwestlichen
Horizont. Eine sehr seltenes und eindrückliches Schauspiel.
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16.5.2002,
21:50, Belichtungszeit 2 Sekunden, nur Venus sichtbar.
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16.5.2002,
22:30, Belichtungszeit 2 Sekunden, Venus, Jupiter und Sterne sichtbar.
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15.5.2002,
von links nach rechts Jupiter, Venus, Mond, Mars, Saturn
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Sternbild
Skorpion: Das Original (Strichspuraufnahme)
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