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Mond-Finsternis vom 16. Mai 2003
Hugo Jost, 16.5.2003

 
 

Heute beginnt der Tag wieder früh. Um halb vier fahre ich zusammen mit Therese und Barbara in noch stockdunkler Nacht durch den Wald zur Jurasternwarte. Eben rechtzeitig zum Eintritt des Mondes in den Kernschatten  erreichen wir unser Ziel. Nun heisst es rasch die Maksutow aufs Stativ montieren, Kamera anschrauben, scharf stellen eine Testaufnahme und los geht’s. Die Belichtungsverhältnisse sind schwierig und so bleibt mir nichts anderes übrig, als alle 10 Minuten eine Sechserserie von Aufnahmen mit Belichtungszeiten von 1/8 bis 1/125 Sekunde zu machen. Was vernünftiges wird so mit Sicherheit auf den Film kommen.

So gegen halb fünf zeigt sich im Nordosten bereits, zögerlich vorerst, das erste Grau des herandämmernden Tages. Langsam aber unerbittlich beginnt ein Kampf zwischen der immer heller werdenden Dämmerung und dem Mond, der mehr und mehr vom Schatten der Erde verschluckt wird. So um fünf, die ersten Vögel beginnen bereits mit ihrem Morgenkonzert, verliert sich der Mond tief am westlichen Horizont in den Zirrenfeldern und dem nun rasch anbrechenden Tag. Eine schöne und eindrückliche Mond-Finsternis ist vorbei.  
 
 

 
 


 

 
 

Mond-Finsternis vom 9. November 2003
Hugo Jost, 9.11.2003

 
 

Nein! Gerade vielversprechend sieht das Wetter wieder einmal nicht aus an diesem Samstagmorgen. Da man ja aber über die Nacht nicht vor dem Morgen schimpfen soll (oder so ähnlich) warten wir erst mal ab und beschliessen um Mitternacht so oder so in die Sternwarte zu fahren.

Um viertel nach elf machen sich Barbara und ich auf, um erst durch den obligatorischen Nebel und danach durch den dunklen Wald,  in die Sternwarte hinaufzufahren. Glücklicherweise ist das Restaurant neben der Sternwarte noch geöffnet und so können wir uns erst mal mit Kaffee munter machen.

Danach folgt der lange Fussmarsch von gut zwei Minuten rauf zur Jura-Sternwarte. Das Dach öffnen und die Maksutow auf der Montierung des Cassegrain montieren gehört schon zur Routine. Nur, die Routine artet bei der herrschenden Kälte von Null Grad und eisigem Wind schlussendlich doch noch in Arbeit aus. Jetzt noch fokussieren und dann kann’s, sobald der Mond in den Kernschatten tritt, losgehen.

Der Himmel sieht im grossen und ganzen gar nicht schlecht aus. Nur die Zirrenfelder, der Wind und vor allem auch die Wolkenbänke am Westhorizont tragen nicht eben zur Aufmunterung bei.

Ab 00:32 beginnt sich pünktlich der Kernschatten bemerkbar zu machen und ich beginne mit den Aufnahmen. Alle zehn Minuten zwei bis drei Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungszeiten, damit doch hie und da eine gute Aufnahme dabei ist. Nur eins mache ich leider nicht: Jede Aufnahme frisch fokussieren!

Die Totalität ist sehr, sehr hell und doch: Im Feldstecher bietet der hellrote Mond einen fantastischen Anblick. Um 03:10 kommt dann leider etwas überraschend das Ende dieser schönen Finsternis. Die Wolkenbänke vom Westhorizont sind endgültig bei uns angelangt und verhüllen mehr und mehr den Mond. Schade!

Nun heisst es  zwei Tage warten bis die Dias entwickelt sind. Was ist denn darauf zu sehen? Auf den ersten Blick ist alles schön und gut. Und doch: Die Projektion der Bilder zeigt, dass ein grosser Teil völlig unscharf ist. Nur ab Beginn der Totalität, wo ich nach dem Filmwechsel frisch fokussiert habe, sind alle Bilder scharf. Schade! Lerne: Lieber einmal zu viel, als zu wenig fokussieren!

 
 

 
     
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