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Die
Jubiläums-Ausstellung 2001
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| Wie es begann 25 Jahre wird die Jurasternwarte und 15 Jahre Astrogruppe im nächsten Jahr existieren. So ein Jubiläum darf doch nicht ohne eine Feier oder sonst eine Aktion verstreichen, so dachten wir im Frühjahr 2000. Schon bald war klar, dass eine Ausstellung wohl das Richtige sei. Ebenso klar war aber auch, dass die Jurasternwarte für eine Ausstellung zu klein ist. Die Aula des Schulhauses 4 böte genügend Raum für einen solchen Anlass. Ein Thema war auch schon gefunden: Astronomie zum Anfassen. Ein Zeitpunkt war - Fasnacht, Schulferien und so weiter berücksichtigt - auch bald gefunden: von Donnerstag, 15. März 2001 bis Sonntag, 18. März 2001. Dabei würden Donnerstag und Freitag tagsüber für Schulklassen vor-gesehen, die restliche Zeit für die Öffentlichkeit. Therese unterhält bekanntlich beste Beziehungen zur Schuldirektion, so dass sie sich sofort um die Reservation der Aula kümmerte. Ein gutes Gelingen eines Projekts setzt eine effiziente Organisation voraus. Das hiess für uns, dass die Familien Jost und Conrad die Organisation übernahmen. Die Vorbereitungen In der Folge hielten wir in unregelmässigen Abständen Besprechungen ab. Dabei reiften die Ideen zu konkreten Vorstellungen. Der Zuschauerraum der Aula sollte für eine eher konventionelle Ausstellung genutzt werden. Für die Bühne stellte sich Margrit etwas Besonderes vor: der Vorhang sollte geschlossen bleiben und im entstehenden, abgedunkelten Raum, das Planetensystem dargestellt werden. Dabei sollten die Planeten im einigermassen richtigen Grössenverhältnis dargestellt sein und man sollte sich zwischen ihnen bewegen können. Ultraviolettlicht sollte die spezielle Farbe der Planeten zum Leuchten bringen. Im Herbst 2000 war es dann soweit, dass wir konkret Arbeiten in Angriff nehmen konnten. Eine ellenlange Liste der zu erledigenden Arbeiten wurde so Stück für Stück abgearbeitet. Basteln war in grossem Stil angesagt, und die Wohnungen der Beteiligten glichen Künstlerwerkstätten. Würden unsere Erwartungen erfüllt werden, wenn alle diese Einzelteile in der Aula an ihrem Platz stehen? Nur die Zeit konnte diese Frage beantworten. Während das Jahr sich seinem Ende zuneigte, wuchs auch die Menge an Material sowie unsere Familie. Aber dies konnte unseren Eifer kaum bremsen. Mit einer Hand schaukelte Margrit den Kleinen, mit der anderen verlieh sie mit Leuchtfarbe einer vormals simplen weissen Styroporkugel das vertraute Antlitz der Erde. Ihr Mann war derweil, nebst dem Kritisieren, damit beschäftigt, den von der Frau in die Ehe eingebrachten Leuchtglobus kunstvoll zu zerlegen. Diese Arbeit gelang sehr gut, aber das Zusammenbauen erwies sich als kompliziert. Gerhart erwies sich hier einmal mehr als Retter in der Not; so dass schon bald eine rotierende Erde mit einem sie umkreisenden Mond ihren Betrieb aufnehmen konnte. In der Familie Jost ging es ebenso hektisch zu. Hugo beanspruchte den PC bis zum letzten Megahertz und Therese bemalte quadratmeterweise Stoff mit Sternen und Galaxien. Auch Barbara war stets zugegen, sei es um Sonnenuhren zu basteln oder Prospekte mit den aktuellen Daten zu versehen. Auch die ganze Administration wurde von der Familie Jost erledigt; Anträge, Briefe, Einladungen und Flugblätter wollten geschrieben und verteilt werden. Auch die Werbetrommel wollte gerührt werden, und so luden wir einen Monat vor Beginn der Ausstellung Journalisten verschiedener Zeitungen zu einer Pressekonferenz ein. Allerdings verbrachten die Autoren einen Abend ohne Journalisten im Parktheater; eine etwas enttäuschende, wenn auch nicht ganz unerwartete Situation. Eine Woche vor dem Start meldete sich doch noch ein Schreiber, den wir sogleich in die Sternwarte einluden. In strömenden Regen holten wir Christoph Schmutz ab. Sein dünnes Jäckchen stand im Kontrast zu den dicken Mänteln von Hugo und mir. Offensichtlich hatte er vor der Abfahrt nicht beachtet, dass die Wetterstation der Gemeinschaftsantenne eine Temperatur von minus drei Grad auf dem Unterberg meldete. So wechselte denn auch auf der Höhe des Stierenberges die Farbe des fallenden Wassers langsam aber sicher von transparent nach weiss. Und unserem Passagier wurde es zusehends ungemütlicher. Aber Wenden kam nicht mehr in Frage. In dichtem Schneetreiben fanden wir schliesslich die Sternwarte, und Herr Schmutz bekam einen Einblick in unsere Anlage. Mit Mühe und Not bahnten wir uns den Weg durch den Schnee zurück nach Grenchen. Dabei kreuzten wir einen Wahnsinnigen, der bei diesem Wetter noch bergwärts fuhr. Erst später erfuhren wir, dass es Beat war, der noch Instrumente aus der Sternwarte holte. Glücklicherweise schafften wir es alle, noch am selben Abend wieder in Grenchen zu sein. Der Journalist war von dem Erlebten so beeindruckt, dass er gleich einen längeren, wohlwollenden Bericht im Tagblatt publizierte. Natürlich sehr zu unserer Freude. Eine grössere Hürde für die Ausstellung stellten die gesetzlichen Vorschriften dar. Gemäss irgendwelchen Paragraphen darf eine Ausstellung nur bis zu den Ladenschlusszeiten geöffnet sein. So deklarierten wir unsere Aktivitäten als Fest. Aber dann braucht es von Paragraph's wegen eine Festwirtschaft. Zum Glück ist aber nicht definiert, wie so eine Festwirtschaft auszusehen hat, und so konnten wir uns auf einen Tisch voller Getränke beschränken. Schliesslich war noch das wohl Wichtigste zu erledigen: der Obolus für so ein Fest beträgt Fr. 60.-- pro Tag.
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