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Zeit und Kalender

 

 

 

An der Sonne orientierte Zeiten

Ursprünglich verfügte jeder größere Ort über seine eigene Uhrzeit, die nach der Sonne synchronisiert wurde. Wenn die Sonne ihren höchsten Punkt über dem Horizont erreichte, war es 12 Uhr mittags.

Dies führte zu einer grossen Vielfalt lokaler Zeitrechnungen mit sehr unterschiedlicher Genauigkeit. Von 1840 - 1860 wurden dann, vor allem auf Drängen der Eisenbahnen, die auf ein einheitliches Zeitsystem angewiesen waren, in fast allen europäischen Ländern landesweit einheitliche Zeitzonen festgelegt.

 

    Universal Time UTC
UTC (Universal Time Coordinated) ist die Basis für alle übrigen Zeiten.

Die Universal Time (UTC) ist die durch astronomische Beobachtung gewonnene mittlere Ortszeit des durch die Sternwarte von Greenwich führenden Nullmeridians.

Gleichzeitig ist sie identisch mit der dortigen Zonenzeit (Western European Time).


Eben geht die Sonne am 15. Längengrad auf.


1 Stunde später: Die Erde hat sich um 15 Grad 
nach Osten gedreht. Sonnenaufgang ist
 jetzt am Längengrad 0.


Wieder 1 Stunde später. Sonnaufgang ist 
jetzt am Längengrad 15 West.

    Mittlere Ortszeit (Jurasternwarte)
Die Mittlere Ortszeit ergibt sich aus der geografischen Länge eines Ortes. 
Die Differenz zur UTC errechnet sich aus der Entfernung des entsprechenden Ortes zum Null-Meridian in Greenwich. Für je 1 Längengrad Differenz beträgt die Zeit-Differenz 4 Minuten. 

Die mittlere Ortszeit läuft gleichmäßig ab, sie entspricht der über ein Jahr gemittelten wahren Ortszeit.
    Wahre Ortszeit (Jurasternwarte)
Die Wahre Ortszeit ist die Zeit, die eine Sonnenuhr in der Jurasternwarte anzeigen würde. Zeigt die Wahre Ortszeit 12:00 Uhr an, so steht die Sonne in der Jurasternwarte genau im Süden.

Die Wahre Ortszeit berücksichtigt zusätzlich zur geografischen Länge die Korrekturen der Zeitgleichung. Die wahre Ortszeit entspricht der real gemessenen Sonnenzeit eines Ortes. Sie läuft nicht ganz gleichmäßig ab. 

    Temporalzeit (Jurasternwarte)
Als temporale Stunden oder römische Stunden wird die Einteilung des Tages in 24 Stunden bezeichnet. Bei dieser Einteilung wird die Zeit zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang (Tag) und die Zeit zwischen Sonnen- untergang und Sonnenaufgang (Nacht) in jeweils zwölf gleiche Teile aufgeteilt. Durch die unterschiedliche Länge von Tag und Nacht im Jahreslauf ändern sich auch die Stundenlängen kontinuierlich. Im Sommer sind die Tagstunden länger, im Winter die Nachtstunden. Die Zählung der 12 Stunden beginnt bei Sonnenaufgang beziehungsweise bei Sonnenuntergang jeweils wieder bei Eins. Temporale Stunden waren in vielen Kulturen üblich. In unserem Kulturkreis wurden sie von der römischen Zeitrechnung übernommen, und waren im europäischen Mittelalter gebräuchlich.
 
 

Die Äquinoktialuhr hat 24 Stunden à 60 Minuten. 

Am längsten Tag des Jahres haben wir 8 Nachtstunden und 16 Tagstunden à je 60 Minuten.


Die
Temporaluhr hat 12 gleiche lange Nachtstunden und 12 gleich lange Tagstunden. 

Am längsten Tag des Jahres haben wir 12 Nachtstunden à je 40 heutige Minuten und 12 Tagstunden à je 80 heutige Minuten..

    Zonenzeit
Die Erde ist in 24 Zeitzonen unterteilt. Sie unterscheiden sich zu UTC um jeweils einer ganze Anzahl Stunden. Die Breite einer Zeitzone beträgt 15°. 
Die Zonenzeit ist die Mittlere Ortszeit am Referenz-Meridian einer Zeit-Zone.

Die geografische Länge eines Ortes, + - 7.5° von einem Referenz-Meridian. In der Regel bestimmt die Lage der Hauptstadt die Zeitzone eines Staates. In sehr großen Staaten und in Polnahen Gebieten gelten mehrere Zeitzonen.

Zonenzeit (Standard-Zeit) Schweiz
Die Zonenzeit der Schweiz ist die "Mitteleuropäische Zeit" (MEZ). Sie entspricht der Zeit am 15-ten Längengrad östlich vom Null-Meridian. Die Zonen-Zeit Schweiz entspricht UTC + 1h.

Während der Sommerzeit wird diese Zonenzeit um 1 Stunde vorgestellt. Das heisst, während der Sommerzeit ist die Zonen - Zeit Schweiz 
= UTC + 2h.

 
Umstellung von Winterzeit auf Sommerzeit: 

Am letzten Sonntagmorgen im März werden die Uhren von 02:00 auf 03:00 Uhr vorgestellt. Man verliert eine Stunde. 

Umstellung von Sommerzeit auf Winterzeit: 
Am letzten Sonntagmorgen im Oktober werden die Uhren von 03:00 auf 02:00 Uhr zurückgestellt. Man gewinnt eine Stunde. 

Umstellung Sommerzeit / Umstellung Winterzeit

2008 30.03., 02:00 / 26.10., 03:00 
2009 29.03., 02:00 /
25.10., 03:00 
2010 28.03., 02:00 /
31.10., 03:00 
2011 27.03., 02:00 /
30.10., 03:00 
2012 25.03., 02:00 /
28.10., 03:00 
2013 31.03., 02:00 /
27.10., 03:00 
2014 30.03., 02:00 / 
26.10., 03:00

       
 

An den Sternen orientierte Zeiten

Die Sternzeit orientiert sich an der Position der Sterne. Da die Erde bei innerhalb eines Jahres bei ihrem Umlauf um die Sonne eine zusätzliche 'unbemerkte' Rotation ausführt, entsprechen 365 Sonnentage 366 Sterntagen.

Ein Sternetag ist um 3 Minuten 56 Sekunden kürzer als ein Sonnentag.

Die Zeichnung zeigt einen Ausschnitt der Erde auf ihrer Bahn um die Sonne. Zum Zeitpunkt T1 beobachten wir auf der Nachtseite der Erde um Mitternacht einen weit entfernten Stern.: Stern, Erde und Sonne liegen auf einer Geraden.

Einen Tag später, zum Zeitpunkt T2 hat sich die Erde ein Stück weiter um die Sonne bewegt. Gleichzeitig hat sie sich auch um ihre eigene Achse gedreht. Der weit entfernte Stern steht, da er im Vergleich zur Sonne unendlich weit entfernt ist, immer in der gleichen Raumrichtung. Nun stehen aber Stern, Erde und Sonne nicht mehr auf einer Geraden:

Damit im Zeitpunkt T2 der Erde wieder genau Mittag bzw. Mitternacht ist, muss sich die Erde zusätzlich um den Winkel W1 weiter drehen.  Der Stern steht deshalb bereits einige Zeit vor Mitternacht exakt im Süden. Um Mitternacht steht er bereits ein kleines Stück weiter westlich.

Sowohl der eingezeichnete Wickel W1 als auch die tägliche Bewegung auf der Erdbahn von T1 zu T2 sind gegenüber der Wirklichkeit viel zu gross eingezeichnet. Sie dienen lediglich zur Illustration der erklärten Effekte.

    Die Welt-Sternzeit GST (Greenwich Sidereal Time)
Sie ist identisch mit der lokalen Sternzeit am 0° Meridian in Greenwich. Sie dient als globale Referenz für die Sternzeit.

Die GST trifft jährlich einmal am Frühlingspunkt (21.März) genau mit der Weltzeit UTC zusammen. Danach läuft sie täglich um 3 Minuten 56,9 Sekunden schneller als die übliche Sonnenzeit, bis sie schließlich am Frühlingspunkt wieder genau miteinander übereinstimmen.

1 Sonnentag = 24:00:00
1 Sterntag = 23:56:04.0905
1 Sonnentag = 86400 s
1 Sterntag = 86164.0905 s
    Die Lokale Sternzeit LST Jurasternwarte (Local Sidereal Time)
Die Sternzeit kennt keine Zeitzonen. Jede Sternwarte hat ihre eigene LST. Sie ist wichtig für die Beobachtung und Berechnung von Stern-Positionen an einem bestimmten Ort der Erde. Sie wird ebenso aus der GST berechnet wie die Mittlere Ortszeit aus der UTC.

 

Kalenderdaten 2011

 
 

Kalender

Jahr

Beginn

Gregorianisch 2012 1. Januar 00:00 Uhr

Julianisches Datum am 1.1. 00:00 UT

Tagnummer: 2455927.5
Jahr: 6724

1. Januar
 
 
 

Religiöse Feste

 
 
Feiertag

Datum

Feiertag

Datum

Drei-Könige

6. Januar

Aschermittwoch

22. Februar

Palmsonntag

1. April

Karfreitag

6. April

Ostern

8. April

Auffahrt 17.Mai

Pfingsten

27. Mai

Fronleichnam 7. Juni

Erster Advent

2. Dezember

Weihnachten

25. Dezember

 
hugo jost

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